Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich hoffe Sie und Ihre Familien sind alle gesund und wohlauf.

Wie Sie über das beA erfahren haben, werden bis zum 4. März 2021 16 der insgesamt 29 Mitglieder des Vorstandes der RAK Berlin neu gewählt.

Ich möchte Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, auf diesem Wege bitten, meine Wahl in den Vorstand der RAK Berlin zu unterstützen. Gleichzeitig unterstützen Sie damit die Vertretung von Einzelanwälten im Vorstand.

Seit meiner Kanzleigründung beschäftige ich mich als Rechtsanwalt überwiegend mit sämtlichen Themenkomplexen zum Baurecht. Ehrenamtlich bin ich Prüfer bei der IHK Berlin in der Ausbildereignungsprüfung und engagiere mich gegen die stetig wachsende Kinderarmut.

Ich möchte mich u.a. für die zahlreichen „Einzelkämpfer“ unter uns stark machen. Meine Arbeit soll dazu beitragen, dass die RAK Berlin unterstützend sowie fördernd wirkt und wahrgenommen wird! Wünschenswert ist ein Berufsrecht, welches unsere Arbeit erleichtert, u.a. mit neuen Überlegungen zur gemeinsamen Berufsausübung, Interessenkollision, sowie zu den §§ 27, 29 BRAO, gerade in Anbetracht der steigenden Mieten und des sog. „CoWorking- Space“.

Die Anwaltschaft sieht sich zudem fortlaufend mit neuen Herausforderungen konfrontiert, wie bspw. der stete Prozess der Digitalisierung, welcher nicht unbedingt für jeden Kollegen/ jede Kollegin erfreulich war und ist.

Für sämtliche Kolleginnen und Kollegen habe ich immer ein offenes Ohr und nehme von Ihnen wahr, dass der Kammerbeitrag im Vergleich zu anderen Kammern sehr hoch ist, das beA nicht störungsfrei funktioniert, sowie Bedenken zur Singularzulassung in Zivilsachen bestehen und möchte, dass unsere Anliegen Gehör finden.

Die Überlegungen der BRAK zur Singularzulassung lässt die Anerkennung langjähriger Arbeitsleistung älterer Kolleginnen und Kollegen unberücksichtigt. Es ist nicht nachvollziehbar, dass diese Kolleginnen und Kollegen Aufsichtsarbeiten anfertigen sollen. Auch das Model der eigenverantwortlichen Zuweisung durch die Kammern nach „Kriterien für die Bedarfsfeststellung“ führt keineswegs zu einer gerechten Lösung. Es bedarf eines neuen Vorstoßes der RAK Berlin, z.B. für eine Zulassung aufgrund nachgewiesener Berufserfahrung vor den Oberlandesgerichten, sowie des Nachweises einer fünfjährigen ununterbrochenen Tätigkeit.

Ich wünsche mir insgesamt eine positive Wahrnehmung unseres Berufsstandes in der Gesellschaft und werde mich auch dafür im Rahmen meiner Kammerarbeit einsetzen.

Mit mir erhalten gerade auch junge Kolleginnen und Kollegen eine Stimme im Vorstand der RAK Berlin. Lassen Sie uns Synergieeffekte nutzen und gemeinsam Zukunft sinnvoll sowie kollegial gestalten und neue Wege gehen!

Ich bedanke mich auf diesem Wege nochmals für Ihr Vertrauen! 

Mit kollegialen Grüßen und bleiben Sie gesund,
Ihr Kollege Daniel Holz aus Tegel